Roadtrip durch „Eine Welt in einem Land“

Vor ungefähr einem Jahr habe ich eine Dokumentation über ein kleines Paradies am Indischen Ozean auf Phoenix angesehen. Ich wusste noch gar nicht, wo es lag, aber eines wusste ich sofort: da möchte ich hin! Schnell war klar: 2016 geht es nach Südafrika. Und so war das nächste Buch, das ich lesen würde, ein Reiseführer. Frank konnte ich auch schnell von einem Urlaub im weltbekannten Krüger National Park begeistern und lockte ihn mit der freien Wahl des Mietwagens, ganz nach seinen Wünschen, ins Reisebüro. Erst später musste Frank feststellen, dass in Südafrika Linksverkehr herrscht!

Wie auch sonst buchten wir Flug und Mietwagen im Reisebüro unseres Vertrauens. Um den Rest wollte ich mich selber kümmern. Da wir in Johannesburg starteten und in Kapstadt endeten, gab es nur eine Wahl bei den Vermietern und zwar war es Hertz. Hier mussten wir keine Rückführungsgebühren für das Auto bezahlen. Vor Ort hatten wir dann noch das große Glück und bekamen ein kostenfreies Upgrade auf einen luxuriösen Jeep Grande Cherokee und konnten integriertes Navi, 4WD, belüftete Ledersitze und Fahrspurassistenten ganze 3 Wochen genießen. Geflogen sind wir mit der South African Airways, die uns die Flüge mit zahlreichen Filmen, ausreichend zu Trinken, Schlafmaske ,  Socken und Essen aus dem Metallcontainer versüßten. Die Anreise nach Johannesburg ist perfekt: 10-Stunden-Nachtflug ohne Umsteigen und ohne Zeitumstellung. Wir kamen morgens vor 8:00 an und konnten ausgeschlafen gleich mit der Rundreise beginnen. 80 % der Übernachtungen buchte ich über booking.com, 2 Hotels über TUI und die Aufenthalte in den National Parks direkt über sanparks.org. Die homepage der National Parks ist sehr professionell gestaltet. Man findet sich sofort zurecht und kann jederzeit seine Buchungen ganz einfach einsehen bzw. ändern. Nicht nur die Hütten im Krüger buchte ich hier, sondern auch die Game Drives. Ich kann nur dazu raten, einen Urlaub im Krüger früh zu planen und zu buchen, da sonst nicht nur die Hütten weg sind, sondern auch kein Platz mehr bei den Ausfahrten zu Sonnenaufgang / – untergang und v.a. bei den Night Drives frei ist. Und genau bei so einem Drive haben wir die schönsten Erlebnisse und Raubtiersichtungen gehabt. Unter den Links findet ihr unseren Routenplan, eine Übersicht unserer Unterkünfte mit Bewertung, wie immer eine Packliste und den Link zu sanparks.org. Ich denke das könnte bei anstehenden Planungen weiterhelfen.

Unser persönliches Highlight waren die 4 Tage im Krüger National Park. Die Jahreszeit war perfekt dafür. Winter bedeutet dort Trockenzeit und somit haben die unzähligen Büsche kein Laub und nur noch die großen Flüsse führen Wasser. Somit konnten sich die Tiere vor unseren neugierigen Augen etwas weniger gut verstecken und alles konzentriert sich am verbliebenen Wasser. Die Hütten in den Camps waren super ausgestattet, wir konnten immer gemütlich Grillen, uns im Kiosk mit frischem Fleisch eindecken und nachts die Hyänen beim Lachen zuhören. Jede Ausfahrt brachte aufregende Tiererlebnisse mit sich. Zum Beispiel brüllte eines Nachts neben unserem offenen Safariwagen ein stattlicher Löwe. Während einer Wanderung durch den Busch in Begleitung von 2 Rangern plus Waffe, kamen wir auf eine ganz andere Art und Weise in Kontakt mit Zebra, Gnu und Pavian. Denn dieses Mal waren wir kein Auto, sondern Lebewesen. Auch die Weite des Schutzgebietes beeindruckte uns und zog uns bei einem ganz besonderen Sonnenaufgang in den Bann. Das war Afrika pur!

Afrika ist aber noch ganz viel mehr! Es ist auch herzliche Gastfreundschaft, die wir in den zahlreichen Bed and Breakfasts erleben durften. Das Paradies im Osten am Indischen Ozean, der iSimangaliso Park, stillte unseren Durst nach Grün, paradiesischen Vogelgesängen und kilometerlangen Sandstränden. Endlich wandern konnten wir in den Drakensbergen und im Regenwald an der Garden Route. Wir hatten Glück und uns besuchte ein Glattwal mit seinem Jungen in der Walker Bay, woraufhin wir dies im weltweit bekannten Weinanbaugebiet um Stellenbosch gefeiert haben. Einen gebührenden Abschluss hatten wir in Kapstadt, wo wir auf eine Multikulti-Bevölkerung gestoßen sind, wahrscheinlich eine Rekordbesteigung auf den Tafelberg hinter uns legten und den wohl leckersten Hackfleischauflauf gegessen haben. Eines können wir nun klar bestätigen:

Südafrika – Eine Welt in einem Land!

Klickt Euch durch die weiterführenden Links und seht Euch einfach mal die Galerie an. Vielleicht heißt es dann auch bald bei Euch: Auf nach Afrika!

Galerie

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weiterführende_Links_ZA

Packliste_ZA

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