Tauchen im Roten Meer, Ägypten

Für den Jahreswechsel 2016 / 2017 haben Frank und ich uns was ganz Besonderes vorgenommen: wir wollen erste Taucherfahungen machen! Also ging es im Sommer 2016 ins Reisebüro, wo uns das Rote Meer für diese Jahreszeit wärmstens empfohlen wurde. Durch Freunde sind wir auf die Extra Divers Worldwide gekommen, die auf der ganzen Welt ihre Tauchbasen verstreut haben und die wohl stets eine gute Ausrüstung und gute Standards haben. Wir fanden heraus, dass genau so eine Tauchbasis im Hotel Cleopatra Luxury Resort in Makadi Bay zu finden ist. Für nur einen unerhablichen Aufpreis buchten wir dann ein Zimmer im Beach Resort des Cleopatras. Das Beach Resort ist Erwachsenen vorbehalten, hat Zimmer mit direkter Strandlage, eigene Bars, Pools, Jacuzzi und ein kleines Restaurant. Das eigentliche Highlight des Hotels ist aber das eigene Hausriff mit Holzsteg, was unsere Erwartungen dann auch übertrifft. Die Zeit vor dem Urlaub haben Frank und ich genutzt um die wesentliche Theorie des Tauchens zu verstehen und fliegen soein paar Tage vor Silvester nach Hurghada. Es ist unser erster gemeinsamer All-Inclusive Urlaub, 10 Tage in ein und demselben Hotel. Ich bin gespannt, wann der Lagerkoller eintritt.

Aber erstmal angekommen, sind wir überwältigt von der Größe der Anlage. Wir beziehen ein riesiges Zimmer mit Strandlage. Wir brauchen nur umzufallen und befinden uns an der Tauchabsis. Nach unserem ersten Abendessen in dem kleinen Restaurant an der Waterfront ist uns schnell klar, dass der Extrapreis es wert ist. So können wir in romantischer Atmosphäre in kleiner Runde gemütlich mit Bedienung ganz vorzügliches Essen genießen. Es gibt verschiedenste Meeresfische, Lamm, Rind, Hühnchen, Ente, aber nie Schwein. Ganz nach meinem Geschmack. Auch das Personal ist sehr zuvorkommend. Zu Silvester gibt es einen sehr aufwendigen Gala-Abend im großen Restaurant mit Cocktail-Empfang, ein unglaubliches Buffet (so was habe ich noch nie gesehen und wir haben schon an den prächtigen Buffets in Las Vegas mitgemacht) und und und. Vor allem das Nachspeisenangebot überwältigt mich. Ich liebe diese süßen, orientalischen Kleinigkeiten. Zwischendrin gibt es noch eine Show ind er Arena und zum Schluss ein Laser- Musik-Feuerwerkspektakel.

Für Frank und mich heißt es dann zwischendrin lernen, üben und üben. Denn wir nehmen an einem Tauchkurs teil. Eigentlich wollen wir es bis zum OWD schaffen, was aber leider nicht in den 4 Tagen klappt. Am Ende können wir uns über unseren ersten Tauchschein, den Scuba Diver, freuen, der uns erlaubt auf bis zu 12 m in Begleitung mit einem Guide zu tauchen. Das reicht uns für das Erste voll und ganz. Der Tauchlehrer hat uns ziemlich gefordert. Laut Ausschreibung macht man die Übungen erstmal im Pool. Bei uns (wir waren nur zu dritt), geht es gleich ins Rote Meer auf 5 Meter. Wir müssen dort all die Übungen, die uns zuvor erkläft wurden, nacheinander abarbeiten. Dann geht es jedes Mal noch eine große Runde im Hausriff bis auf unter 10 m. Für mich ist ja schon das pure Atmen durch den Atemregler was ganz Neues und dann gleich 50 Minuten lang… So richtig entspannt tauchen kann ich dann zwischendrin doch einmal. Die Tauchschule hat auf ca. 7 m einen kleinen Tarierparcour aufgebaut, wo wir durch immer enger werdende Ringe und unter Tische hindurch müssen. Das macht Spaß!

Da das Tauchen für uns Anfänger doch ziemlich anstrengend ist, freuen wir uns jedesmal, wenn wir „nur“ zum Schnorcheln ins Hausriff gehen. Aber auch da ziehen wir stets den Neoprenanzug an, da 23°C Wassertemperatur nach nur kurzer Zeit ziemlich frisch werden kann. Da auch die Aussentemperatur nur knapp um die 20°C liegt, haben wir auch stets Mütze und Handtuch am Steg liegen, damit wir nach dem Wasser uns gleich trocken reiben können. Die Riffe hier sind unglaublich schön. Total bunte Korallen, wunderschöne Fische und anderes Getier. Damit wir auch wissen, was wir da alles gesehen haben, ist im Reisegapäck ein Riff-Führer für das Rote Meer von Helmut Debelius mitdabei. Jeden Abend rekapitulieren wir das Gesehene und streichen es im Buch an.  Ein Highlight war ein Bootsausflug zu einem Riff, wo wir uns mit der Meeresströmung am Riff entlang treiben lassen. Der Ausflug wird von der Tauchschule organisiert, deren Boote am Haussteg ankern. Somit sind die Wege stets kurz und man muss nicht erst mit einem Bus in der Gegend herum fahren.

Frank und ich können das Rote Meer nur empfehlen um in eine wunderschöne Unterwasserwelt ein zu tauchen. Das nächste Mal werden wir eher im Oktober bzw. November hinfliegen, da es doch um die Jahreswende herumziemlich frisch ist für Wassersport. Da Ägypten zur Zeit nicht das liebste Reiseziel der Europäer ist, sind alle Hotels ziemlich leer. Wir haben uns stets sicher gefühlt. Wenn ihr Lust bekommen habt auch mal nach Ägypten ans Rote Meer zu fahren und noch weitere Fragen habt, dann einfach einen Kommentar schreiben. Ich werde anworten.

Nun viel Spaß beim Eintauchen in die Unterwasserwelt:

Galerie

Schreibe einen Kommentar