Zelten am Plansee

Langsam rücken die langersehnten 3 Wochen Urlaub näher und ich freue mich schon tierisch auf den geplanten Fernwanderweg entlang der Küste von Wales – dem Pembrokeshire Coast Path. Damit Frank und ich uns wieder an das Tragen von schwerem Gepäck gewöhnen und wir eh Sehnsucht nach einsamen Campieren in der freien Natur haben, waren wir ein Wochenende mit Zelt und Rucksack am Plansee.

Der herrlich in den Ammergauer Alpen gelegene See ist einfach per Auto zu erreichen. Wir fahren die A7 bis Füssen, schlängeln uns dann nach Reutte und biegen an der Beschilderung Richtung Plansee ab. Das Auto lassen wir auf dem Wanderparkplatz zu den Stuibenfällen über den Zeitraum stehen und beginnen unsere Tour mit der Schlucht rund um die Wasserfälle. Dann geht es über ein paar Seilbrücken zum weiter höher gelegenen Plansee. Wir entscheiden uns für den Pfad rechts um den See herum, da auf der linken Seite eine Strasse entlang des Ufers führt, die leider durch einige Motoradler frequentiert ist und die idyllische Ruhe stört. Zwischendrin muss ich meine heißgelaufenen Füsse im eiskalten See abkühlen. Dabei wäre ich fast in eine Kampf-Raupe hinein gedappt… Nochmal Glück gehabt. Wir laufen bis an das andere Ende des Sees, wo ein kühles Bier vom Kiosk des Campingplatzes auf uns wartet. Unterhalten werden wir durch eine Gruppe von Tauchern, die wir am Ende ganz dezent nach Bedingungen und Sehenswerten im Plansee ausquetschen. Vielleicht ist der Spot ja auch mal was für uns 😉 Unser Nachtlager schlagen wir dann kurz vor Sonnenuntergang in einer verlassenen Bucht versteckt auf und genießen ein vorzügliches Dinner. Es gibt Nudeln mit Pesto und Wein aus dem Tetrapack (man achtet ja auf jedes Gramm), gekühlt vom Wasser des Sees. Der Fusel betäubt ganz schnell die Schmerzen an Hüfte und Schulter. Unter dem sternenklaren Himmel bei frischester Luft lässt es sich dann ganz entspannt schlummern.

Ich denke unsere Hüftmuskulatur ist noch optimierbar, jedoch ausreichend. Spannend wird es eher mit den Fussgelenken, die mir das letzte Mal in Schottland nach 150 km angfangen haben wirklich zu schmerzen. Ich hoffe, dass wir durch zwei „Urlaubstage“ vom Trecking diese Schmerzen vorbeugen können.

Der Countdown läuft, die Packlisten sind gedruckt und erste Häufen von diversen Utensilien bereitet!

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